Philipp Gottfried Maler

(Pseudonym für Gottfried Stein)
Geboren am 25.11.1893 in Mayen, gestorben am 21.02.1969 in Königstein/ Taunus.

Philipp  zwischen Gestern und Morgen.

München 1935.
„Bis heute der Roman der Stadt Mayen“, schwärmte der Eifeldichter Peter Kremer einmal über diesen Roman. Es ist ein autobiographischer Roman, der ausgiebig von der Kindheit und Jugend „Philipp Gottfried Malers“ in Mayen erzählt. Prägend sind die streng katholische Erziehung und das Arbeitsethos der Eltern, die als Geschäftsleute einen Laden vor allem für die Kleidungsstücke betreiben. Ein „guter Christ“ und ein „ehrbarer Bürger“, der streng auf „Etikette“ achtet – das soll Philipp werden. Ein Junge,  der sich zunehmend als „Sucher“ begreift, der des öfteren die Richtung verliert. Neben dem katholischen Glauben ist die Liebe zur Literatur bestimmend, auch noch im Studium in Freiburg, Bonn und Köln. Da gerät Philipp bereits in das Räderwerk der Zeitgeschichte mit dem Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914. Zwischen „Wissenschaft und Armee“ wird er hin- und hergerissen. Er ist nicht geeignet für den „Frontdienst“. So wird er zunächst im Küchendienst verwendet und schließlich nach Hause entlassen. Mit dem Zusammenbruch des Kaiserreichs 1918 und dem Aufkommen einer neuen, demokratisch geprägten Zeit zunächst der „Arbeiter- und Soldatenräte“ endet der Roman. Es ist eine „Zeit der Leere“ für Philipp, der verstärkt nach „Richtung und Sinn des Lebens“ in den Wirren der Novemberrevolution 1918 forscht. Immerhin: Das Ziel, Oberlehrer zu werden, hat Philipp erreicht. Und seinem Ziel, Maria zu heiraten und eine Familie zu gründen, ist er schocn sehr nahe gekommen.

Weitere Werke: Thomas am Zaune und seine Kumpanei (1936), Die sonderbare Vogelstube (1937), Severein Specht, Söhne (1940), Melodie auf dem Ast (1942), Reise durch den deutschen Weingarten (1957).