P. Joh, Baptista Berg

O EIFELLAND, WIE SCHÖN BIST DU!

Kleine Bilder der romantischen Eifel aus Geschichte, Natur und Volksleben, Paderborn 1933.

Die Eifel - ein „Gebirge der Gegensätze“

Als „Burgenland“ stellt Pater Johann Berg die Eifel in seinen romantischen Bildern vor allem vor. Mehr als 200 Burgen habe es einst in der Eifel gegeben. Sie seien großenteils den Raubkriegen Ludwigs XIV. zum Opfer gefallen. „Heute ragen nur noch die gewaltigen Ruinen empor, die stummes, wehmütiges Zeugnis ablegen von gewesener Herrlichkeit, als Künder einer mehr als tausendjährigen Geschichte und als malerische Belebung des Landschaftsbildes, dessen eigenart stets größere Würdigung findet.“
Zweiundzwanzig Burgen und Schlösser beschreibt er kurz: ihre Lage, ihr Geschichte, ihren baulichen Zustand zu Anfang der 1930er Jahre. Als schönste Burg gilt ihm die Burg Eltz. Begeistert ist er auch von Schloss Bürresheim bei Mayen. Mit den historischen Burgporträts im Wechsel verbunden sind kurze Darstellungen Eifeler Eigenarten, der Menschen wie der Landschaft im Wechsel der Jahreszeiten. Da dürfen die Maare nicht fehlen und nicht der Ginster („Eifelgold“), das Eifeler Brauchtum nicht und nicht religiöse Traditionen und Sagen. Dargestellt immer „wieder mit literarischen Zitateinsprengseln von Clara Viebig oder Wilhelm Hay. Die Gedichte „Mein Eifelland“ und „Eifellied“ umrahmen die Prosatexte. „Ernst und düster“ erscheint da die Eifel, „einsam“ und „herb“, aber auch verschwenderisch schön in der Fülle und Pracht der Landschaft, ein „Gebirge der Gegensätze“ besonders im Ahrtal.


Weitere Werke: Steinfeld und seine Töchterkloster, 4., vermehrte Auflage (1930), Aus dem Dunkel der Zeit zum wahren Lichte. Kleiner Bilder der Gegenwart (1950).