Heinrich Ruland

Geboren am 22.01. 1882 in Andernach, gestorben am 27.7. 1943 in Bonn. Postinspektor, Heimat- und Eifeldichter. 1901 Abitur in St. Goarshausen. Berufsbedingt häufiger Ortswechsel. Lebte von 1919 bis 1929 in Bad Neuenahr, bis 1933 in Andernach, 1934/35 in Koblenz und bis zu seinem Tod in Bonn. Zahlreiche Veröffentlichungen in Kalendern, Jahrbüchern und Anthologien.

Frommer Eifelzauber an den Maaren und an der Ahr

Land der Maare.

Ahrweiler 1955.
Ein einziger Lobpreis auf die Eifel sind die Erzählungen und Gedichte von Heinrich Ruland. Er schreibt stimmungsvolle Schilderungen im Wechsel der Jahreszeiten, immer neu dem Zauber der Landschaft auf der Spur. Auf Wanderungen, im „tiefen, inneren Erleben“ wird der Wanderer „eins (...) mit Natur und Landschaft“. Ergriffenheit und Stolz steigern sich noch in der stimmungsvollen Weihnachtszeit. Da erleuchtet das Wunder der Christnacht noch die armseligste Stube im Dorf. Frommer Kinderglaube findet reiche Nahrung. Endlose Ebenen der Eifel verwandeln sich in glanzvolle Winterlandschaften. Ruland weiß immer wieder volkstümliche Sagen und Legenden in seine Erzählungen einzuflechten, rund um Kreuze, Glocken oder Muttergottesbuchen.  Auch bäuerliches Brauchtum im Jahreskreis fließt ein. Heimat meint für Ruland wesentlich Vertrautheit mit Menschen und Landschaft der Eifel, meint innige Harmonie und Wissen um die Geborgenheit in Gott.