August Antz

Geboren am 01. 06. 1881 in Waldhölzbach (Kreis Merzig-Wadern), gestorben am 01.10. 1959 in Trier-Ehrang. Rektor, Schriftsteller. Besuchte das Lehrerseminar in Wittlich. War Lehrer in Röhl und Schaffhausen (Saar), von 1911 bis 1946 Rektor in Ehrang. War im Vereinsleben der Gemeinde tätig, u.a. im Eifelverein. Wurde 1949 zum Ehrenbürger von Ehrang gewählt. Eine Straße in Trier ist nach ihm benannt.


RHEINLANDSAGEN.

Für Jugend und Volk neu erzählt. Wittlich 1950.
„Hier sind alle Sagen vereinigt, die bis auf den heutigen Tag im rheinischen Land lebendig sind“, rühmt der zeitgenössische Klappentext die Sagensammlung von August Antz. Durch das Rheintal, durch die Eifel, durch das Moselland und vom Erbeskopf bis zum Rheingrafenstein führt die Sagenreise. 37 Eifelsagen werden auf rund 60 Seiten neu erzählt. Es sind vor allem geschichtliche Sagen, Teufelssagen, Hexensagen und Sagen von  Kräutermännchen, Wichtelmännchen und Schalksnarren. Sie sind räumlich und zeitlich präzise bestimmt, nicht selten mit Blick auf das Fortleben in der Gegenwart. Antz erzählt einfach und kompakt, mit sparsamen Dialogpartien. Eifeler Sagenorte sind u.a. Aachen, Zülpich, Nideggen, Kloster Steinfeld, Adenau, Ulmen, Burg Are, Laacher See, Mayen, Bücher, Kloster Martental, das Ulmener Maar, Bertrich, Pulvermaar, Burg Manderscheid, Kloster Himmerod, das Karolingerkloster Prüm, Dasburg, Dahnen, Vianden, Nattenheim, Fließem, Speicher, Auw an der Kyll und Burg Falkenstein. Die Sagenreise führt durch die ganze Eifel.

Weitere Werke u.a.: Rheinlands Heldensage (1930), 600 Jahre Stadtrechte und Ringmauer Ehrang (1949).